by G. H. | Mai 8, 2016 | Hand, News
Das klinisch-radiologische Outcome der distalen Humerusfrakturen nach operativer Stabilisierung mittels winkelstabiler Doppelplattenosteosynthese in 90°-Anordnung in Bezug auf die Komplikationen und Begleitverletzungen
Hofmann V, Riedmann S, Stöckle U, Freude T
Fragestellung: Ziel der retrospektiven Studie war die Analyse der distalen Humerusfrakturen, die mit einer anatomisch vorgeformten Doppelplattenosteosynthese in 90°-Anordnung versorgt wurden in Bezug auf das klinisch-radiologische Outcome und die aufgetretenen Komplikationen sowie Begleitverletzungen.
Methodik: Im Zeitraum von Januar 2010 bis Juli 2013 wurden 41 distale Humerusfrakturen mit einer anatomisch vorgeformten Doppelplattenosteosynthese in 90° Anordnung operativ versorgt. Die Stabilisierung erfolgte sowohl radial als auch ulnar mit einer 2,7/3,5 distalen Humerus LCP der Fa. Synthes. In die Ergebnisse wurden 36 Patienten eingeschlossen mit einem durchschnittlichen postoperativen follow-up von 14 Monaten. Die postoperativen Ergebnisse wurden anhand des Mayo-Elbow-Scores, sowie des Oxford-Shoulder-Scores ausgewertet und die postoperativen Röntgenbilder analysiert.
Ergebnisse: Die postoperativen Ergebnisse des Mayo-Elbow-Scores lagen durchschnittliche bei 76 Punkten und des Oxford-Shoulder-Scores bei 80 und zeigten somit bei einem überwiegend guten Ergebnis. Die eingeschlossenen 36 Frakturen wurden nach AO-Klassifiation eingeteilt: 9 A-Frakturen, 1 B-Fraktur und 26 C-Frakturen. 7 (20%) Frakturen waren offen, 29 (80%) geschlossen (Einteilung nach Gustilo). Die initiale Stabilisierung über einen Fixateur externe war bei 21 (58%) Patienten notwendig. 7 Patienten wiesen eine Begleitverletzung der selben Extremität auf, die operativ versorgt werden musste.
Der operative Zugangsweg erfolgte jeweils über einen dorsalen Zugang, mit einer Olecranonosteotomie in 23 (64%) Fällen.
Postoperativ waren alle Frakturen zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung knöchern konsolidiert bei einem follow-up von mindestens 6 Monaten. Es kam insgesamt zu 8 major- Komplikationen, die eine operative Revision notwendig machten. Das Bewegungsausmaß betrug bei 16 Patienten eine ROM >100°, bei 20 Patienten 100-50° und kein Patient wies eine Beweglichkeit <50° auf.
Schlussfolgerung: Die Versorgung der distalen Humerusfraktur mit der 90° angeordneten Doppelplattenosteosynthese zeigt insgesamt gute bis sehr gute Ergebnisse. Das Outcome wurde wesentlich durch die Begleitverletzungen und die Komplikationen beeinflusst.
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2014). Berlin, 28.-31.10.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. DocWI13-852
doi: 10.3205/14dkou033, urn:nbn:de:0183-14dkou0332
Published: October 13, 2014
© 2014 Hofmann et al.
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by G. H. | Mai 8, 2016 | Hand, News
Operative Stabilisierung bei traumatischer Ellenbogenluxation: Auswirkung knöcherner Begleitverletzungen auf das klinische Outcome
Schnetzke M, Aytac S, Studier-Fischer S, Grützner PA, Gühring T
Fragestellung: Ellenbogenluxationen stellen häufige Verletzungen dar und können nach Reposition im funktionellen Bogen instabil sein. Eine persistierende Instabilität mit Reluxationstendenz besteht insbesondere durch Bandrupturen, knöcherne Bandausrisse und knöcherne Begleitverletzungen. Ein standardisiertes Therapieregime zur Vermeidung einer instabilen Ausheilung nach Ellenbogenluxation existiert bislang nur eingeschränkt. Die Indikation zur Operation wurde bei Instabilität in der Durchleuchtung gestellt, um eine chronischen Instabilität zu vermeiden.
Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob nach operativ versorgter Ellenbogenluxationen prädiktive Faktoren identifizierbar waren, die Einfluss auf das klinische Outcome hatten.
Methodik: In dieser retrospektiven Studie mit Evidenzgrad III wurden 154 konsekutive Patienten eingeschlossen, die im Zeitraum von 2009 bis 2013 nach einer Ellenbogengelenkluxation in einer großen Unfallklinik operativ behandelt wurden. Alle Patienten wurden nach Röntgen-Diagnostik notfallmäßig reponiert mit anschließender Stabilitätsprüfung unter Durchleuchtung. Bei ligamentärer Instabilität mit Reluxationstendenz wurde eine operative Therapie mit Refixation der Bandverletzung oder des knöchernen Bandausrisses durchgeführt. Patienten mit begleitender Radiuskopffraktur (Mason IV) wurden zusätzlich mit einer Monoblock-Radiuskopfprothese oder Osteosynthese therapiert. Postoperativ erhielten alle Patienten eine identische Nachbehandlung mit frühfunktioneller Therapie aus einer Oberarmschiene. Im Verlauf wurde der Mayo-Elbow-Performance-Score, Beweglichkeit und Stabilität, radiologischer Verlauf und Komplikationen erfasst.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Bisher konnten 79 Patienten nach 34.1±13.9 Monaten nachuntersucht werden. 25 Patienten hatten eine isolierte ulnare oder radiale Instabilität, eine ulnare oder radiale Instabilität mit gleichzeitiger ventraler Instabilität durch Kapselausriss oder Koronoid-Avulsionsfraktur (n=14), eine kombinierte radio-ulnare Instabilität (n=13) oder eine ligamentäre Instabilität mit gleichzeitiger Mason IV Fraktur mit Radiuskopfprothese oder Osteosynthese (n=27). Die isolierten Bandverletzungen hatten auch bei zusätzlicher ventraler Instabilität ein sehr gutes Outcome (93.5±10.4). Patienten mit gleichzeitiger Radiuskopffraktur hatten nach Prothese oder Osteosynthese ein deutlich schlechteres Outcome (74.0±20.7; p< 0.05). Im Vergleich zur Gesamtpopulation hatten Patienten mit begleitender Radiuskopffraktur signifikant mehr persistierende Instabilitäten (40% vs. 5.8%), relevante Bewegungseinschränkungen >10 Grad (80% vs. 19.8%) und Komplikationen (28.3% vs. 7.7%). Die häufigsten Komplikationen waren transiente Nervenläsionen (n=22), Ossifikationen (n=5), Infektionen (n=2) und Subluxation der Radiuskopfprothese (n=1).
Die frühzeitige Stabilisierung von Ellenbogeninstabilitäten nach Luxationen ist geeignet, um ein sehr gutes funktionelles Ergebnis zu erzielen. Bei begleitenden Radiuskopffrakturen ist mit einem schlechteren Ergebnis zu rechnen.
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2014). Berlin, 28.-31.10.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. DocWI13-1424
doi: 10.3205/14dkou032, urn:nbn:de:0183-14dkou0322
Published: October 13, 2014
© 2014 Schnetzke et al.
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by G. H. | Mai 8, 2016 | Hand, News
Winkelstabile Plattenosteosynthese vs. primäre Ellenbogenprothese in der Versorgung komplexer distaler Humerusfrakturen
Ellwein A, Wirtz P, Katthagen JC, Jensen G, Voigt C, Lill H
Fragestellung: Als Goldstandard in der Versorgung komplexer distaler Humerusfrakturen (C-Frakturen) gilt weiterhin die offene Reposition und stabile innere Fixation mit winkelstabilen Implantaten zur frühfunktioneller Nachbehandlung. Ausnahmen bieten nicht rekonstruierbare Frakturen, die eine Indikation zur Ellenbogenprothese darstellen. Zunehmend wird auch bei komplexen Frakturen älterer Patienten (über 65 Jahre) die primäre Implantation einer Ellenbogenprothese empfohlen, da hier eine ausgeprägte Osteoporose zu erwarten ist.
In der Literatur ist der Vergleich zwischen winkelstabiler Osteosynthese und Prothese in der Fraktursituation nur in geringer Zahl untersucht. Es zeigen sich jedoch Hinweise, dass die funktionellen Ergebnisse von Ellenbogenprothesen etwas besser zu sein scheinen bei höheren Komplikationsraten. Es gilt, dies durch weitere Daten zu überprüfen.
Methodik: In einer retrospektiven Level III Studie wurden alle Patienten erfasst, die seit August 2008 aufgrund einer C-Fraktur des distalen Humerus operiert wurden. Es erfolgte eine Nachuntersuchung mit Auswertung des Bewegungsausmaßes, MEPS, DASH und Komplikationen.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Seit August 2008 wurden 44 distale Humerus C-Fraktur operativ behandelt. 25 (57%) erhielten eine Plattenosteosynthese, 19 (43%) eine primäre Ellenbogenprothese. Zwei Patienten wurden aufgrund eines Osteosyntheseversagens im Verlauf in eine Ellenbogenprothese konvertiert. Diese wurden in die Auswertung der funktionellen Ergebnisse nicht einbezogen. 8 Patienten der Prothesen- und 15 der Osteosynthesegruppe konnten nachuntersucht werden. Der Altersmedian der Prothesengruppe lag bei 73 Jahren (41 bis 82 Jahre), der Median der Osteosynthesegruppe bei 55 Jahren (15 bis 81 Jahre). Das durchschnittliche Follow-up war 31,9 Monate (Osteosynthese) beziehungsweise 29,3 Monate (Prothese). Die ROM in Extension/Flexion lag bei 102° (Prothese) und 96° (Osteosynthese). Die ROM für Pro- und Supination lag bei 175° (Prothese) und 177° (Osteosynthese). Die Ergebnisse im MEPS ergaben zu 80% (Osteosynthese) und 63% (Platte) gute bis sehr gute Ergebnisse beziehungsweise zu 20% (Prothese) und 37% (Platte) befriedigende bis schlechte Ergebnisse. Schwere Komplikationen traten zu 12% nach Prothesenimplantation und 35% nach Osteosynthese auf.
Ein signifikanter Unterschied in der Versorgung von C-Frakturen am distalen Humerus liegt im Vergleich zwischen winkelstabiler Plattenosteosynthese und primärer Ellenbogenprothese nicht vor. Jedoch lässt sich ein Trend zu besseren Ergebnissen nach Osteosynthese anhand des MEPS bei höherer Komplikationsrate feststellen.
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2014). Berlin, 28.-31.10.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. DocWI13-1404
doi: 10.3205/14dkou031, urn:nbn:de:0183-14dkou0313
Published: October 13, 2014
© 2014 Ellwein et al.
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by G. H. | Mai 3, 2016 | Ankündigung, News
Kongress 08. – 10. Juli 2016 in Pörtschach
Knie – und Schulterschmerzen – ein häufiges Problem in der Praxis
Möglichkeiten und Grenzen der konservativen Therapie
Manuelle Medizin – Konservative Orthopädie
im Congress-Center Pörtschach am Wörthersee, A-9210 Pörtschach, Hauptstraße 203
Kongressleiter: Univ.-Prof. Dr. Hans Tilscher
Wissenschaftliches Komitee: Prim. Univ.Prof. Dr. Elisabeth Preisinger,
Univ.Prof. Dr. Gerold Ebenbichler, Univ.Prof. Mag. Dr. Bernd Stöckl, Prim. Dr. Maximilian Schmidt,
Univ.Lect.Dr. Stefan Egger, OA Dr. Michael Enenkel, MR Dr. Alexander Lechner, Dr. Christoph Michlmayr,
Freitag, 08.07.2016 – Brahmsaal
10.00 Begrüßung Eröffnung, Ansprachen, Einführungsvortrag
Anatomie und Epidemiologie bei Knieverletzungen
Dr. Wepner Florian
Funktionelle Anatomie des Kniegelenkes und seine Störbarkeit
Univ.Prof. Dr. Karl-Heinz Künzel
Differentialdiagnose des Knieschmerzes
OA Dr. Michael Enenkel
Die Bedeutung der Manuellen Medizin bei Störungen der peripheren Gelenke
Dr. Wolfgang v. Heymann
Manualdiagnostischer Untersuchungsgang am Kniegelenk
OSR Dr. Reinhard Guschlbauer
Mögliche Störfaktoren des Kniegelenkes
Univ.Prof. Gerold Ebenbichler
Gonarthrose: Ist Prävention möglich?
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Preisinger
Die Arthrose ist der häufigste Grund für eine Arthritis
Univ.Lekt. Dr. Stefan Egger
Schwellung des Kniegelenks – Rheumatologische Differentialdiagnostik und Therapieoptionen
Univ.Prof. Dr. Ludwig Erlacher
Multidimensionale Arthrosetherapie
Dr. Martin Pinsger
Knochenmarködem im Knie
OA Dr. Rudolf Keusch
Knieoperation – und danach?
Prim. Dr. Max Schmidt
Samstag, 09. Juli 2016
09.00 Ganganalyse und bewegungsabhängige Risikofaktoren bei Gonarthrose
Dr. Andreas Kranzl
Arthrose – PRP (platelet riched plasma) ACP
Dr. Christoph Michlmayr
Die Schmerzdonatoren im gestörten Kniegelenk
Dr. Ulrich Böhni
Manualtherapeutische Behandlungsmaßnahmen am Kniegelenk
OSR Dr. Reinhard Guschlbauer
Akupunktur
Prof. Alexander Meng
Der mediale Tibiakopfpunkt und andere
Univ.Prof. Dr. Hans Tilscher
Überlastungssyndrome im Kniebereich beim Sport
OA Dr. Michael Enenkel
Indikationsstellung und Auswahl physikalischer Therapiemaßnahmen beim Knieschmerz
Univ.Prof. Dr. Gerold Ebenbichler
Infiltrationstechniken am Kniegelenk
OA Dr. Markus Hanna
Ötzi – eine Mumie zwischen Wissenschaft, Mythos und Kult
Univ.Prof. Dr. Karl-Heinz Künzel
Neuraltherapie
MR Dr. Alexander Lechner
Triggerpunkte – ein häufiges Problem in der Praxis
Dr. Helmut Liertzer
Gender – ältere Frauen leiden vermehrt unter Gonarthrosen
Differente Anatomie, differente Funktion, Valgusstellung
Univ.Prof. Dr. Gerold Ebenbichler
Welche Therapien machen bei manifester Arthrose Sinn und wann ist der günstigste
Zeitpunkt für eine Knieersatz – OP?
Sonntag, 10. Juli 2016
09.00 Patellaluxation, operative versus konservative Therapie
Dr. Wepner Florian
VKB-Riss. Muss ich jeden Patienten operieren?
Priv.Doz. Dr. Weninger Patrick
Muss jeder Meniscusriss operiert werden?
OA Dr. Enenkel Michael
Mein Knie
Dr. Walter Fiala
Die Bedeutung der Knieachse beim Knieschmerz
Dr. Kissler Florian
Einsatz von Bandagen, Orthesen
Dr. Christoph Michlmayr
Manualdiagnostischer Untersuchungsgang an der Schulter
MR Dr. Alexander Lechner
Manualtherapeutische Behandlungsmaßnahmen an der Schulter
OSR Dr. Reinhard Guschlbauer
Polymyalgia rheumatica- Schmerzen im Schulterbereich und vieles mehr
Univ.Prof. Dr. Ludwig Erlacher
Infiltrationstechniken am Schultergelenke
Dr. Markus Hanna
Muskulatur und Schultergelenk – Was ist aus funktioneller Sicht beachtenswert
OSR Dr. Reinhard Guschlbauer
Effektive Therapie bei Schulterschmerzen – die Kombination von Akupunktur, radialer Stoßwelle und
interstitieller Lasertherapie
Dr. Peter Aluani
(vorläufiges Programm, Änderungen vorbehalten)
WORKSHOP, SEMINAR
Welches Analgetikum für wen? Differenzierter Einsatz von Analgetika und Co-Analgetika
OA Dr. Schweitzer Ekkehard
Kniebandagen – wann verwendet man welche Bandage richtig
Dr. Michlmayr Christoph
Taping an Knie und Schulter
Dr. Jürgen Hörhan, Kerstin Münzner
Basis ASK am Modell Untersuchungstechniken
OA Dr. Enenkel, Doz.Dr. Weninger, Dr. Kissler, Dr. Wepner
Beinachsentraining
Dr. Christoph Michlmayr, Elena Wattrodt-Eckardt
Der Veranstaltungsort ist das Congress-Center Pörtschach in Pörtschach am Wörthersee, Kärnten,
A-9210 Pörtschach, Hauptstraße 203
Information und Anmeldung:
Verein zur Prävention von Wirbelsäulenstörungen, SOS-Körper, ÖÄGMM, Fr. Sabine Witty
1130 Wien, Geriatriezentrum Wienerwald, Gebäude A, Jagdschlossgasse 59
Tel.: +43 664 4530414, +43 1 80110-3726 Fax: +43 1 80110-3728
email: sabine.witty@extern.wienkav.at witty.sabine@gmail.com
Tourismusbüro: +43 4272/ 2354, poertschach@woerthersee.com ; www.poertschach.at
Kongressgebühren: Frühbucher: Einzahlung bis 10. Juni 2016
ÄrztIn € 130,00; TurnusärztIn € 100,00 Mgl. d. ÖÄGMM € 80,00 Physiotherap., Ergotherap, DKS,
Sportwissensch., -trainer € 70,00 StudentIn € 30,00
Gebühren ab 11. Juni 2016:
ÄrztIn € 160,00; TurnusärztIn € 130,00; Mgl. d. ÖÄGMM € 110,00 Physiotherap., Ergotherap., DKS,
Sportwissensch., -trainer € 100,00 StudentIn € 40,00 Seminare und Workshops € 30,00 (Mgl-ÖÄGMM €
25,00) Tageskarte vor Ort erhältlich
Bankverbindung: Verein zur Prävention von WS-Störungen,
Erste Bank, IBAN: AT032011100007505485 BIC: GIBAATWWXXX
by G. H. | Mai 2, 2016 | Hand, News
Intraartikuläre distale Humerustrümmerfrakuren. Einfluss des primären Fixateur externe vor winkelstabiler Doppelplattenosteosynthese auf das klinische Outcome
Kösters C, Doetsch E, Weimann A, Roßlenbroich S, Schliemann B, Raschke MJ, Lenschow S
Fragestellung: Distale Humerustrümmerfrakturen sind trotz der Fortschritte bei Osteosynthesetechniken und Implantaten weiterhin schwierig zu therapieren und sehr komplikationsträchtig. Die akute Ausversorgung mittels winkelstabiler Plattenosteosynthese wurde zunehmend von der zweizeitigen Versorgung mit initialer Stabilisierung mittels Fixateur externe und sekundärer Plattenosteosynthese abgelöst.
Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob es Unterschiede im Outcome nach einzeitiger oder zweizeitiger osteosynthetischer Versorgung gibt.
Methodik: 24 Patienten mit intraartikulären distalen Humerustrümmerfrakturen mit einem durchschnittlichen Alter bei Operation von 51 Jahren (Minimum 14, Maximum 84 Jahre) wurden in die Studie eingeschlossen. 15 Patienten waren mit einer einzeitigen winkelstabilen Doppelplattenosteosynthese (Gruppe A), 9 Patienten (Gruppe B) waren zunächst mittels Fixateur externe und im Verlauf mit Doppelplattenosteosynthese versorgt worden.
Das mittlere Follow-up lag bei 38 Monaten (Minimum 11, Maximum 88 Monate). Der Mayo Elbow Performance Score (MEP), der SF-36-Fragebogen, der Quick-DASH und der DASH Score wurden zur Erhebung von Schmerzen und funktionellem Outcome verwendet. Die Auswertung der Röntgenbilder wurde im Hinblick auf Arthrosezeichen und heterotope Ossifikationen durchgeführt. Die deskriptive Statistik wurde mit dem Mann-Whitney-U-Test erhoben.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die Auswertung der funktionellen Outcome-Scores erbrachte signifikant bessere Ergebnisse im Quick-DASH (p=0,012) und DASH-Score (p=0,041) für die Gruppe A. Der SF-36 und der MEP zeigten keine signifikanten Unterschiede für beide Gruppen. Die Ellenbogenbeweglichkeit war mit einem durchschnittlichen Extensionsdefizit von 28° bei mittlerer Flexion von 118° und mittlerer Pronation/Supination von 79° und 76° relativ gering eingeschränkt. Ein signifikanter Unterschied zeigte sich im Hinblick auf die Extension, welche in Gruppe B deutlich schlechter war (p=0,048).
Die radiologische Analyse zeigte in 60% der Fälle Arthrosezeichen in Gruppe A und in 100% der Fälle in Gruppe B. Diese Ergebnisse waren jedoch nicht signifikant. Heterotope Ossifikationen traten in der der gleichen prozentualen Verteilung in beiden Gruppen auf. Auch diese Resultate waren nicht signifikant (p=0,052).
Perioperative Komplikationen wurden ohne statistische Signifikanz in Gruppe A mit 40% weniger häufig beobachtet als in Gruppe B mit 56%.
Nach einzeitiger Doppelplattenosteosynthese bei distalen Humerustrümmerfrakturen zeigen sich signifikant bessere Ergebnisse im klinischen Outcome im Vergleich zur zweizeitigen Versorgung mit initialer externer Fixation. Des Weiteren scheint eine initiale externe Fixierung ein Risikofaktor für eine dauerhafte Bewegungseinschränkung zu sein.
Hinsichtlich perioperativer Komplikationsrate, posttraumatischer Arthrosezeichen und heterotoper Ossifikationen zeigen sich ebenfalls bessere Ergebnisse für die primäre Osteosynthese. Signifikante Unterschiede waren hier jedoch nicht feststellbar.
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2014). Berlin, 28.-31.10.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. DocWI13-1225
doi: 10.3205/14dkou030, urn:nbn:de:0183-14dkou0306
Published: October 13, 2014
© 2014 Kösters et al.
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by G. H. | Mai 2, 2016 | Hand, News
Klinische Ergebnisse nach arthroskopischer Arthrolyse bei posttraumatisch und degenerativ bedingter Bewegungseinschränkung am Ellbogengelenk
Mezger D, Gühring M, Stöckle U, Ateschrang A
Fragestellung: Die Ursache der Einsteifung des Ellbogengelenkes kann traumatischer oder degenerativer Genese sein. Unabhängig der Ätiologie kann nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemaßnahmen die Indikation zu einer chirurgischen Arthrolyse gestellt werden. Diese kann offen oder arthroskopisch durchgeführt werden. In der bisherigen Literatur konnte keines der beiden Verfahren eindeutig favorisiert werden. Ziel dieser Studie ist die Analyse des Bewegungsumfangs und der Funktionsfähigkeit nach arthroskopischer Arthrolyse bei posttraumatisch und degenerativ bedingter Bewegungseinschränkung des Ellbogengelenkes.
Methodik: Im Rahmen dieser Studie wurden 33 der von Januar 2008 bis Dezember 2012 mittels arthroskopischer Arthrolyse bei isolierter Bewegungseinschränkung des Ellbogengelenkes therapierter Patienten nachuntersucht. In 19 der 33 Fälle war die Bewegungseinschränkung posttraumatisch bedingt. Bei 14 Patienten bestand die Bewegungseinschränkung durch degenerative oder strukturelle Veränderungen. Der mittlere Zeitraum der Arthrolyse nach Trauma betrug 10,1 Monate (3 bis 32). Das Durchschnittsalter der 22 Männer und 11 Frauen betrug 44,6 Jahre (15 bis 68). Das durchschnittliche Follow-up betrug 25 Monate (13 bis 35).
Im Rahmen der klinischen Untersuchung wurde der Bewegungsumfang gemessen und der relative Zuwachs der Beweglichkeit anhand des Scores nach Cauchoix und Deburge errechnet. Das klinische Funktionsergebnis konnte anhand des DASH, MEPI (Mayo Elbow Performance Index) und der VAS erfasst werden. Zusätzlich wurde die körperliche Beanspruchung am Arbeitsplatz mit dem REFA-Score klassifiziert.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Im Rahmen der klinischen Nachuntersuchung konnte eine Steigerung des Bewegungsumfanges für die Streckung/Beugung um durchschnittlich 36,8° (5 bis 85) und für die Unterarmumwendung um durchschnittlich 14,4° (0 bis 85) gezeigt werden. Der relative Gewinn des Bewegungsumfangs (Score nach Cauchoix und Deburge) betrug für die Streckung/Beugung 58%, für die Unterarmumwendung 44%. Der DASH Score lag bei 13,9 (0,9 bis 8,8). Der MEPI ergab postoperativ einen Mittelwert von 82,7 (55 bis 100). Die postoperative Schmerzwahrnehmung lag auf der VAS bei einem durchschnittlichen Wert von 2,3 (0 bis 5), die Patientenzufriedenheit bezüglich der postoperativen Funktionsfähigkeit bei 8,4 (5 bis 10). Der REFA-Score zur Klassifizierung der körperlichen Beanspruchung am Arbeitsplatz zeigte sich im Vergleich zu einem Durchschnittswert von 1,51 vor der Arthrolyse mit 1,48 postoperativ nahezu unverändert. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit betrug 9,3 Wochen.
Es wurde keine postoperative Infektion beobachtet. In einem Fall trat eine Nervenirritation des Nervus ulnaris auf.
Die arthroskopische Arthrolyse stellt ein gewinnbringendes Verfahren bezüglich der Steigerung des Bewegungsumfangs und der Funktionsfähigkeit von posttraumatisch oder degenerativ eingesteiften Ellbogengelenken dar. Die Komplikationsrate dieses operativen Verfahrens ist sehr gering.
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU 2014). Berlin, 28.-31.10.2014. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2014. DocWI13-1084
doi: 10.3205/14dkou029, urn:nbn:de:0183-14dkou0291
Published: October 13, 2014
© 2014 Mezger et al.
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