10.03.2010 - 08:44:13 von Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie – ÖGH
Intakte Hände – intakte Lebensqualität
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Österreichischer Handchirurgenkongress - 20 Jahre Österreichische Gesellschaft Handchirurgie (ÖGH)

Spezialisierung in Handchirurgie nunmehr auch in Österreich erfolgt.


Die Funktion des Greifens, Fühlens, Bewegens von Händen und Armen wird im Alltag als selbstverständlich erachtet: Erst Unfälle, Verbrennungen, Tumore, Fehlbildungen bei Kindern, Abnützungen im Alter usw. führen dem Betroffenen schlagartig vor Augen, welche Anforderungen an Ausbildung und Wissen des Facharztes und Therapeuten bestehen. Rechtzeitig zum 20. Jubiläum der ÖGH erfolgte die Spezialisierung der Handchirurgie in Österreich.

Nicht nur Wunden und Brüche behandeln, auch die Funktionen müssen stimmen!
Jährlich kommt es zu einer Reihe schwerer und mittelschwerer Unfälle durch Verbrennungen an Händen. Häufig davon betroffen sind Kinder! Gerade die Behandlung von Kinderhänden stellt enorm hohe Ansprüche an das fachliche Können und das Einfühlungsvermögen des Handchirurgen: einerseits muss auf wachstumsbedingte Veränderungen der Haut, Knochen, Sehnen und Nerven Bedacht genommen werden, andererseits setzt gerade die Behandlung von Kindern und Jugendlichen sehr viel Einfühlungsvermögen des Handchirurgen voraus: beides Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Ergebnis für den Patienten! Geht es doch bei der Behandlung von Verbrennungen nicht nur um Wundbehandlung, um das Erzielen eines guten ästhetischen Ergebnisses, sondern vor allem um die Erhaltung der Greiffunktionen während des Wachstums, um die seelische Entwicklung des Kindes usw.

Kindliche Fehlbildungen, Tumore an Händen, Armen etc. - hoher Anspruch an Können.

Immer wieder werden Kinder mit Deformitäten an Händen geboren: Gerade das Kleinkind muss Lernen zu Be“greifen“. Hier sind Wissen, neueste Erkenntnisse der Forschung, die umfassende Sicht und das empathische Vermögen von Handchirurgen und Therapeuten ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des Kindes. Es bedarf der effizienten Aus- und Weiterbildung des Handchirurgen, um die medizinische Behandlung und therapeutische Begleitung dem Alter des Kindes angepasst, vorzunehmen.
Es gilt, den gesundheitlichen und seelischen Zustand sowohl des Kindes als auch der Angehörigen mit Hilfe einer angemessenen Therapie- und Verlaufskontrolle zu begleiten.

Eine ähnliche Situation finden Handchirurgen und Therapeuten bei Tumoren an Händen, Armen und in der Schulter vor: Obwohl diese zu den eher selten vorkommenden Erkrankungen zählen, stellen Tumore eine hohe Anforderung an das fachliche Können und bedürfen in der Behandlung umso größerer Aufmerksamkeit: Beispielsweise mussten einem Patienten Teile des Oberarmes, und der Achsel entfernt werden. Um die Funktion des Greifens und damit die Unabhängigkeit des Patienten zu erhalten, wurden der verbliebene Unterarm und die Hand samt erforderlicher Sehnen, Muskeln, Nerven etc. an der restlichen Schulter befestigt.

Mit einem verkürzten Arm hat der Patient seine Greifunktion wiedererlangt und ist komplett in seinen Alltag integriert. Der Patient erlangte damit wieder Lebensqualität durch Unabhängigkeit.

Expertise und Erfahrung führen zu optimalen Ergebnissen und sparen Ressourcen!

Zunehmende Zahlen an Snowboard-, Radfahr- und anderen Freizeitunfällen führen zum Ansteigen mittlerer und schwerer Hand-, Arm- und Schulterverletzungen. Die steigende Lebenserwartung führt zu vermehrten Unfällen bei älteren Menschen: Hier sind vor allem Brüche der Hand (klassischer Speichenbruch) im Vormarsch. Werden diese Sport-, Freizeit- und altersbedingten Verletzungen und Brüche nicht durch erfahrene Handchirurgen gleich vom Beginn weg durch richtige Diagnose und Therapie und mit Hilfe entsprechender Prothetik, versorgt, kommt es häufig zu Folgeschäden: Ohne die rasch einsetzende Rehabilitation kommt es zu Einschränkung, Verlust von Greiffunktionen oder mitunter sogar zum Ausfall der Hand-/Armfunktion. Daraus resultiert verminderte Lebensqualität, Abhängigkeit von dritten Personen und häufig muss dafür die öffentliche Hand aufkommen!

Handzentren, Handambulanzen und Internet für zufriedene Patienten!

Die Anerkennung der Spezialisierung der Handchirurgie ermöglicht nunmehr die Einführung der dreijährigen Zusatzausbildung „Handchirurgie“, um Lehre, Forschung und Wissenschaft entsprechend voranzutreiben. Noch heuer werden „Handzentren“ in mehreren Bundesländern installiert, um einerseits die Basis für die Ausbildung zu schaffen und gleichzeitig durch entsprechende Fallzahlen den Patienten eine State of the Art Behandlung anzubieten.

Rückfragehinweis:
ÖGH - Frau Andrea Stanek E-Mail: a.stanek@vereint.com oder office@handchirurgen.at
Tel: +43 (0) 676-533 60 34 URL: www.handchirurgen.at

 
 
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